Kino-Infos: Ufa-Palast

Der Ufa-Palast wurde am 30. Juni 2006 geschlossen und einige Wochen später abgerissen. Nähere Informationen zur fast hundertjährigen Kino-Tradition am Gänsemarkt unten auf dieser Seite.

Etwa 300 Meter weiter am Jungfernstieg befindet sich das Streits, das englische Originalfassungen zeigt, sowie etwa fünf Gehminuten entfernt am Dammtor das Cinemaxx Dammtor.

Adresse

Ufa-Palast
Gänsemarkt 45, Neustadt
20354 Hamburg

Web: ufa-hamburg.de

Karten & Preise

Kassenöffnungszeiten

Die Kasse öffnete täglich um 12 Uhr.

Reservierung

Telefonische Reservierung persönlich unter 040 / 357 119-21 und -22, täglich ab 12 Uhr, sowie rund um die Uhr per Computer unter 040 / 350 15 66 oder im Netz unter ufa-hamburg.de.
Reservierung jeweils ab Dienstag für alle Vorstellungen bis zum Mittwoch der nächsten Woche möglich.

Preise

Montag, DienstagMittwoch, DonnerstagFreitag bis Sonntag
Normal4,50 €6 €7 €
Schüler und Studenten4,50 €5 €
Kinder unter 12 Jahren3,50 €4,50 €

Zuschlag von 1 € für den Logenbereich sowie 50 Cent bis 1 € für Filme mit Überlänge.

Auto, Bus & Bahn

Parken

Parkhaus im Hanse-Viertel, Theatertarif für 3 € (inklusive Popcorngutschein à 1,50 €) - ca. 10 Minuten Fußweg.

Bus & Bahn

U2 bis Gänsemarkt - Haltestelle direkt am Kino.
S1, S3 und U1 bis Jungfernstieg - ca. 10 Minuten Fußweg
S11, S21, S31 bis Dammtor - ca. 10 Minuten Fußweg
Metrobus 4 und 5, Bus 109, Schnellbus 34 und 36 sowie Nachtbus 602, 603, 604, 605 und 630 bis Gänsemarkt - Haltestelle direkt am Kino.
HVV-Fahrplan

Kinos

PlätzeTonLeinwand
Kino 1: 803 Sitze
Rollstuhl: 3
Sitzplan, klein Dolby Digital EX, DTS
Schwerhörigenschleife
23m × 10m
Kino 2: 146 Sitze
Rollstuhl: 2
Sitzplan, klein Dolby Digital 10m × 5,5m
Kino 3: 360 Sitze
Rollstuhl: 2
Sitzplan, klein Dolby Digital, DTS
THX
13,5m × 6m
Kino 4: 371 Sitze
Rollstuhl: 2
Sitzplan, klein Dolby Digital, DTS, SDDS
JBL Academy
13,5m × 6m
Kino 5: 364 Sitze
Rollstuhl: 2
Sitzplan, klein Dolby Digital, DTS
THX
12,5m × 6m
Kino 6: 377 Sitze
Rollstuhl: 2
Sitzplan, klein Dolby Digital, DTS
THX
12,5m × 6m
Kino 7: 179 Sitze
Rollstuhl: 2
Sitzplan, klein Dolby Digital 9,5m × 5m
Kino 8: 209 Sitze
Rollstuhl: 2
Sitzplan, klein Dolby Digital 10,5m × 5m
Kino 9: 161 Sitze Sitzplan, klein Dolby Digital 10,5m × 5m
Kino 10: 190 Sitze
Rollstuhl: 2
Sitzplan, klein Dolby Digital, DTS 10,5m × 5m

Rollstuhl: Mit Ausnahme von Kino 9 war der Ufa-Palast für Rollstuhlfahrer überall zugängig.

Geschichte

Der Gänsemarkt gehört zu den ältesten Kinostandorten Hamburgs. Bereits 1912 wurde das Lessing-Theater eröffnet, welches ein Jahr später von der Ufa übernommen und zum Kino umgebaut wurde, allerdings noch nicht den Namen Ufa-Palast erhielt.
Der erste Ufa-Palast befand sich in direkter Nachbarschaft; an der Ecke Valentinskamp / Dammtorstraße bespielte die Ufa ab 1929 das mit über 2600 Plätzen größte Kino Europas. Die Leinwand hatte mit 13 × 28 Metern weitere Ausmaße als die heutige des Cinemaxx Dammtors. Bombentreffer beendeten die Spielpläne am Valentinskamp 1944.

Bereits 1939 kaufte die Ufa weitere Grundstücke um das Lessing-Theater für einen weiteren Neubau, der wegen des Krieges jedoch nicht angegangen werden konnte. Von 1945 bis 1956 wurde das Haus am Gänsemarkt als britisches Truppenkino genutzt. Nach der Rückgabe erfolgte der Abriss des im Krieg beschädigten Gebäudes und am 26. Februar 1957 wurde der edel eingerichtete Ufa-Palast mit einem fast 1000 Plätze umfassenden Saal eröffnet.

In der Zeit der Kinokrise übernahm 1972 der Düsseldorfer Heinz Riech die Ufa-Kinos und verwandelte auch den Ufa-Palast in ein Schachtelkino mit sieben Sälen und mehr als doppelter Sitzkapazität. Dass dabei mit herzlich wenig Sorgfalt vorgegangen wurde, ließ sich unter anderem an alter Wandverkleidung erkennen, die hier und da noch hervorgelugt haben soll.

Um mit der Mulitplex-Welle mitzuhalten, wurde das 1957 errichtete Gebäude 1996 bis auf die Vorderfront abgerissen und im Jahr darauf der neue Ufa-Palast eröffnet. Die Riech-typische, gerne als Supermarktatmosphäre bezeichnete Gestaltung des Foyers stieß nicht überall auf Gegenliebe, dafür hielten sich die Säle mit breiten Sesseln und recht viel Beinfreiheit ganz und gar nicht an das althergebrachte System Riech.

Im Frühjahr 2003 wurden die vom Konkurs bedrohten Ufa-Kinobetriebe, nicht jedoch die Immobilien, von der Cinestar-Gruppe übernommen. Bereits ein Jahr später geriet Cinestar selbst in eine wirtschaftliche Schieflage, in deren Folge neben dem Grindel auch der Ufa-Palast an den Ufa-Insolvenzverwalter zurückging. Im März 2005 wurden Grundstück und Gebäude an die US-Firma Carlyle verkauft, ein Jahr später erfolgte seitens Carlyle die Kündigung des Pachtvertrags für das Kino. Ende Mai 2006 wurde der Ufa-Palast geschlossen und wenige Wochen später abgerissen.

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